Die vier Tausender von Baden-Württemberg
Das Auerhuhn ist auf lichte Wälder mit reicher Kraut- und Strauchschicht angewiesen. Solche strukturreichen Waldbilder sind in Mitteleuropa oft im Bergland zu finden.
So fühlt sich das Auerhuhn in Süddeutschland heute vor allem in Höhenlagen ab 800 M.ü.d.M. wohl. Der vielfältige Naturraum Baden-Württembergs bietet vielerorts Bergwälder, die diese Höhen erreichen und der montanen Höhenstufe angehören.
Vier Gebirge in Baden-Württemberg „knacken“ mit ihren jeweils höchsten Erhebungen dabei sogar die magische 1000 Meter Marke.
Weltberühmt ist mit dem Feldberg der höchste Berg des Schwarzwalds, der mit seinen 1493 M.ü.d.M. die 1000 Meter weit überragt. Für das Auerhuhn ist das Feldberggebiet eines der wichtigsten Vorkommensgebiete Baden-Württembergs.
Mit der Adelegg befindet sich im Südosten von Baden-Württemberg eine weitere Gebirgslandschaft, mit Bergwäldern jenseits der 1000 M.ü.d.M. Höchster baden-württembergischer Gipfel ist der Schwarze Grat mit 1118 M.ü.d.M. Auch dort gibt es immer wieder Sichtungen des Auerhuhns.
Auf den ersten Bergkuppen südlich von Isny im Allgäu, die geographisch bereits zu den Alpen gehören befindet sich die Iberger Kugel. Der Gipfel liegt auf Baden-Württembergischem Gebiet auf 1049 M.ü.d.M. Vom waldreichen Höhenzug, auf dem er liegt blickt man auf die benachbarten, von Birk- und Auerhuhn bewohnten Bergkuppen des bayerisch-schwäbischen Oberallgäus.
Das vierte Gebirge Baden-Württembergs mit Erhebungen über 1000 M.ü.d.M ist die Schwäbische Alb. Höchster Berg des Mittelgebirges ist der Lemberg mit 1015 M.ü.d.M. Früher lebten auch auf der Schwäbischen Alb mit Auer- und Haselhuhn zwei Vertreter des Raufußhuhns.