Natur

Die Waldschnepfe – Tarnkünstlerin mit Rundumblick

11. Mai 2026

Das Auerhuhn teilt sich mit vielen, teilweise ebenfalls bedrohten Tierarten den Lebensraum. Eine besonders verborgene Vogelart, die wie das Auerhuhn in größeren, ruhigen Waldgebieten lebt ist die Waldschnepfe.

Durch die bewundernswerten Feinzeichnungen einer jeder Feder der Waldschnepfe, ist diese auf dem Waldboden faszinierend gut getarnt.

Nähern sich Feinde verharrt die Waldschnepfe regungslos auf dem Boden und wird so von diesen sehr oft übersehen.

Eine Besonderheit der Waldschnepfe sind ihre ungewöhnlich hoch im Kopf sitzenden Augen. Diese Position ermöglicht den Schnepfen einen Rundumblick mit außerordentlich guter Feindsicherung.

Die Waldschnepfe ernährt sich insbesondere von Regenwürmern, aber auch kleinen Nacktschnecken, Kerbtieren und deren Larven. Bei der Nahrungssuche stochert sie dabei mit ihrem langen, geraden Schnabel in weichen, feuchten Stellen des Waldbodens herum.

Zur Balzzeit - beginnend im März - vollführen die Waldschnepfen Männchen Schauflüge, welche von als „Quorren“ und „Puitzen“ bezeichneten Rufen begleitet werden. Dabei fliegen sie in der Dämmerung auf der Suche nach Partnerinnen Waldwege, Altholzränder und Freiflächen ab.

Nach erfolgreicher Paarung legt das Weibchen ihr Gelege bestehend aus vier Eiern in kleine Vertiefungen hinter Büsche, zwischen Wurzeln, Moos und Gräser.

Elemente der Lebensraumgestaltung für das Auerhuhn, dienen gleichzeitig der Waldschnepfe, da diese ebenso, wie erwähnt auf ruhige, große Waldgebiete mit großem Strukturreichtum angewiesen ist.