Der Schwarzstorch – heimlicher Bewohner abgeschiedener Waldgebiete
Der Schwarzstorch ist der etwas kleinere Verwandte des bekannteren Weißstorches. Beide Arten sind Zugvögel, welche die europäischen Winter oft in Südeuropa oder Afrika verbringen.
Während der Weißstorch mitunter auf Schornsteinen, Kirchtürmen und Hochspannungsmasten brütet, zieht der Schwarzstorch stillere Bereiche vor. Dieser baut seine Horste in die großen Kronen weitverzweigter Altbäume in ruhigen Bereichen weiträumiger Waldgebiete. Solche Horste können jahrelang genutzt werden und beeindruckende Dimensionen erreichen. Da die Horstbäume gut anzufliegen sein sollten, werden oft solche Bäume gewählt, die im Waldbestand recht frei stehen.
Auch sonst ist Strukturreichtum wichtig im Lebensraum des Schwarzstorches. Dazu gehören nicht zu dichte Waldbilder mit Lichtungsbereichen, Feuchtwiesen, Tümpeln und kleinen Fließgewässern.
So bieten Waldgebiete, in denen das Auerhuhn lebt auch dem Schwarzstorch geeignete Lebensräume. Entscheidend dabei ist, dass entsprechender Strukturreichtum durch gezielte Habitatpflege erhalten bleibt. So können wir – wenn uns der Schwarzstorch bei unserer Arbeit im Auerhuhnwald begegnet - selbst erleben, dass die Lebensraumgestaltung für das Auerhuhn auch diesem verborgenen Waldbewohner zugutekommt.